Angriff auf Goslarer Kreisverwaltung

Ein Schaden ist nicht entstanden. Um das Einschleusen gefährlicher Viren und Trojaner bestmöglich zu verhindern, hatte der Landkreis folgende Verfahrensweise eingeleitet: Emails mit Anhängen vom Dateityp "DOC" (Word-Dokument) und "XLS" (Excel-Dokument) vom Virenfilter der Kreisverwaltung werden aussortiert und nicht mehr an die jeweiligen Empfänger zugestellt. Der Absender erhält automatisch eine Antwort, die den Grund der Annahmeverweigerung erläutert und wird gebeten, die betreffenden Dateien vor einer erneuten Sendung in das aktuell gängige Format "DOCx" beziehungsweise "XLSx" oder in das PDF-Format zu konvertieren.

Hintergrundinformationen:
Behörden, Stadtverwaltungen und Krankenhäuser geraten immer häufiger ins Visier von kriminellen Hackergruppen. Entsprechende Medienberichte belegen dies eindrücklich. Die Viren und Trojaner legen mitunter ganze Systeme lahm, behindern die täglichen Arbeitsprozesse und verursachen im schlimmsten Fall große Schäden.

Vermehrt bahnen sich die Kriminellen ihren Weg in die Computernetzwerke mit harmlos wirkenden Mailanhängen. Hinter unscheinbaren Dateien des Typs "DOC" oder "XLS" versteckt sich vermehrt Schadsoftware, die von den Empfängern erst dann als solche identifiziert wird, wenn es schon zu spät ist.

IT- und Kriminalexperten sprechen in diesem Zusammenhang von einer Art "Mode-Erscheinung". So hat beispielsweise das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen erst vor kurzem die Ermittlungen in einem Fall von Cyber-Kriminalität aufgenommen, der sich gegen eine Behörde richtete. Bei ihren Recherchen stellten die Beamten schnell fest, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall handelt.

Quelle: Website Kreisverwaltung Goslar


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