Land fördert Innovationen in der niedersächsischen Wirtschaft

Mit gezielten Unterstützungsangeboten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) treibt das Land Innovationen in der niedersächsischen Wirtschaft voran: "Innovationen sind für Unternehmen lebenswichtig, gerade für KMU. Beispiel Digitalisierung: Quer durch alle Branchen müssen Unternehmen mit der Entwicklung Schritt halten, um auch in den nächsten Jahren Geschäfte machen zu können. Ab sofort fördern wir mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kommunale Beratungsangebote zum Wissens- und Technologietransfer für KMU", sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. "Die Kommunen und ihre Wirtschaftsförderungen kennen die Unternehmen in ihrem Beritt sehr genau und können deshalb maßgeschneiderte Beratung anbieten."

Dazu gehören so genannte Aufschlussberatungen, in denen Chancen und Notwendigkeit von Innovationen beleuchtet, der Bedarf des jeweiligen Unternehmens ermittelt und konkrete Unterstützungs- und Kooperationsmöglichkeiten vorgestellt werden. Darauf aufbauend können dann in ausführlichen Beratungsgesprächen konkrete Projekte vorbereitet und technische sowie organisatorische Fragen für die Umsetzung geklärt werden. Auch Informationen zu Fördermöglichkeiten gehörten dazu, sagte Lies.

Gefördert werden ausschließlich gemeinsame Angebote mehrerer Kommunen, betonte Lies: "Wir wollen die kommunale Beratung - anders als in der vergangenen Förderperiode - möglichst in ganz Niedersachsen etablieren und dabei überall gute Qualität sichern. Wo Kommunen zusammenarbeiten, gelingt das besonders gut." 7,4 Millionen Euro aus dem EFRE stellt das Land bis 2020 bereit.

Neben der Beratung könnten KMU und Handwerksunternehmen Zuschüsse von bis zu 100.000 Euro bei Innovationsvorhaben für verbesserte oder neue Produkte, Produktionsverfahren und Dienstleistungen erhalten, sagte Minister Lies. "Mit unserem Programm zur niedrigschwelligen Innovationsförderung für KMU und Handwerk wollen wir den Unternehmen einen Teil des technischen und wirtschaftlichen Risikos abnehmen, das auch kleinere, anwendungsnahe Vorhaben mit sich bringen. Wer zum Beispiel ein vorhandenes Produkt auf einen anderen Anwendungsbereich anpassen, ein Herstellungsverfahren, eine Technik aus einer anderen Branche oder in einen anderen Produktionsmaßstab übernehmen will, muss Zeit und Knowhow investieren." Bis zu 35 Prozent der Projektkosten könnten aus dem Programm finanziert werden. Das Land stelle bis 2020 insgesamt 20 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln zur Verfügung.

Mit weiteren 6,6 Millionen Euro aus dem EFRE unterstützt das Land den Betrieb von Innovationsnetzwerken. Gefördert werden u. a. die Betreuung der Netzwerke, die Verwaltung ihrer Einrichtungen und die Organisation von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Minister Lies: "Ziel ist auch hier die Steigerung der Innovationskraft gerade kleiner und mittlerer Unternehmen. Durch die Qualifizierung der Netzwerke wird die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft intensiviert und der Wissens- und Technologietransfer gestärkt."

Bis zum Jahresende vervollständige das Wirtschaftsministerium die Innovationsförderung für Unternehmen um weitere Bausteine, sagte der Minister weiter. In Vorbereitung seien ein mit 50 Millionen Euro an EFRE-Mitteln dotiertes Innovationsförderprogramm für Forschung und Entwicklung in Unternehmen, das für größere Vorhaben mit höherem Risiko gedacht sei. Die Hälfte der Mittel sei für Zuschüsse vorgesehen, die andere für Darlehen. Außerdem werde das Land die bedarfsgerechte Ausstattung wirtschaftsnaher Forschungsinstitute mit zehn Millionen Euro fördern. Nach Vorgabe der EU konzentriert das Land die gesamte Innovationsförderung auf die sieben für Niedersachsen entscheidenden Themenfelder Mobilitätswirtschaft, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Energiewirtschaft, Land- und Ernährungswirtschaft, Digital- und Kreativwirtschaft, Neue Materialen / Produktionswirtschaft und Maritime Wirtschaft.

Die Abwicklung sämtlicher Förderprogramme übernimmt die NBank, die Förderbank des Landes. Informationen und Antragsunterlagen unter www.nbank.de

Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr


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