Forschen für die nachhaltige Energieversorgung der Zukunft

Wie könnte eine nachhaltige Stromversorgung in Niedersachsen in einigen Jahrzehnten aussehen, und wie lässt sie sich erreichen? Darum geht es in dem neuen interdisziplinären Verbundprojekt "Nachhaltige Energieversorgung Niedersachen" (NEDS), für das in den kommenden vier Jahren 2,5 Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der Volkswagen Stiftung fließen werden.

Den Hintergrund der Forschung bildet das ehrgeizige Vorhaben, bis 2050 ganz Deutschland mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu versorgen. Die beteiligten WissenschaftlerInnen aus Oldenburg, Hannover, Braunschweig und Göttingen verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, denn bisherige Modelle betrachten meist die Kosten und lassen die Nachhaltigkeit außer Acht. Andere Analysen berücksichtigen etwa nur ausgewählte Technologien. Die NEDS-Projektpartner wollen die Erkenntnislücken schließen, um – bezogen auf das Land Niedersachsen – das vollständige Bild einer zukünftigen und zukunftsweisenden Stromversorgung zeichnen zu können.

Prof. Dr. Michael Sonnenschein und Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff - beide Bereichsvorstände des OFFIS-FuE-Bereichs Energie - betonen die Rolle der Energieinformatik als Querschnittsdisziplin: Sie schaffe Wissen und Systemintelligenz, indem sie die interdisziplinär aufgestellten Modelle und Szenarien einer nachhaltigen Stromversorgung intelligent zusammenbringe.

"Nachhaltigkeit", das beinhaltet für die NEDS-WissenschaftlerInnen neben der Schonung von Natur und Umwelt auch technische Aspekte, sozioökonomische Effekte und psychologische Fragen, etwa der Akzeptanz bestimmter Technologien. Gemeinsam wollen sie dafür verschiedene Kriterien entwickeln: im Zusammenspiel der beteiligten Disziplinen wie Hochspannungstechnik und Energieinformatik, Produktion, Umweltökonomik oder Psychologie, aber auch zusammen mit Verbrauchern. Diese können ihre Sicht im November bei einem öffentlichen Symposium in Hannover einbringen, das zugleich offizieller Startschuss des Projekts ist.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: http://www.neds-niedersachsen.de

Pressemitteilung von OFFIS


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