Podiumsdiskussion: Arbeit(en) 4.0

Die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft, die gerade unter dem Schlagwort Industrie 4.0 viel diskutiert wird, verändert nicht nur Produktionsprozesse, sondern auch die Arbeitswelt. Industrie 4.0 meint nichts weniger als die umfassende Vernetzung der Produktion. Beschäftigte, Kunden und Maschinen kommunizieren zukünftig miteinander und in Echtzeit. Damit gehen z. B. ganz neue Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten einher.

Die Digitalisierung wird aber auch das gesellschaftliche Zusammenleben und die Arbeitswelt beeinflussen. Die räumliche und zeitliche Flexibilität der Beschäftigten wird weiter zunehmen. Gleichzeitig kommen neue Herausforderungen in Sachen Datenschutz auf uns zu. Um die vollständige Entgrenzung von Arbeit zu verhindern, braucht es zudem neue Arbeitszeitmodelle und moderne Zeiterfassungssysteme.

Welche Chancen und Risiken sind mit den neuen Technologien und Organisationskonzepten verbunden? Welche neuen Aufgaben und Herausforderungen kommen auf Arbeitgeber, Beschäftigte, Gewerkschaften und die Politik zu? Ist das Szenario des "gläsernen Mitarbeiters" realistisch? Was bedeutet die zunehmende Entgrenzung von Arbeit für unser gesellschaftliches Zusammenleben? Wie werden sich der Fachkräftebedarf und die Qualitätsanforderungen verändern?

Zur Diskussion dieser Fragen lädt das Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung am 2. Juli 2015 zum Podiumsgespräch "Arbeit(en) 4.0 - Wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert" nach Hannover ein.

Dr. Constanze Kurz (IG Metall), hält einen Impulsvortrag und Bernd Lange, MdEP gibt einen Kommentar aus politischer Perspektive zu dem Thema. Anschließend diskutieren beide mit Dagmar Bornemann (sb&w GbR), und Dr. Thymian Bussemer (VW AG), moderiert von Rosa Legatis.

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist kostenlos. Um Anmeldungen unter niedersachsen@fes.de wird gebeten. Weitere Informationen telefonisch unter (0511) 357708-31.

Wann: Donnerstag, 2. Juli 2015, 18.00 Uhr
Wo: Ehem. Schalterhalle im Anzeiger-Hochhaus, Goseriede 9, 30159 Hannover

Impulsvortrag
ARBEIT(EN) 4.0 AUS GEWERKSCHAFTLICHER PERSPEKTIVE Dr. Constanze Kurz Leiterin des Ressorts Zukunft der Arbeit beim Vorstand der IG Metall, Frankfurt a.M.

Kommentar
ARBEIT(EN) 4.0: EIN GESTALTUNGSAUFTRAG AN DIE POLITIK Bernd Lange, MdEP Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel im Europäischen Parlament

Podiumsgespräch mit:
Dagmar Bornemann, Geschäftsführende Gesellschafterin der db&w Bornemann und Wolf GbR und Mitglied im Vorstand des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung Dr. Thymian Bussemer, Konzern Grundsatzabteilung Personal, Volkswagen AG sowie Mitglied der SPD-Grundwertekommission Dr. Constanze Kurz Bernd Lange, MdEP


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