Innovative Ideen im "Cloud Computing" entwickeln

Informationstechnologische Anwendungen, wie zum Beispiel wissenschaftliches Rechnen oder Telekommunikations-Dienste, erzeugen große Mengen Daten ("Big Dataö) und Netzverkehr. Die Entwicklung solcher Anwendungen führt zu einer immer intensiveren Nutzung des "Cloud-Computing" in immer größeren Datenzentren. In einem am Institut für Informatik der Universität Göttingen angesiedelten internationalen EU-Projekt mit dem Namen "CleanSky ITN" sollen innovative Ideen in neu entstehenden Themengebieten im "Ökosystem Cloud Computingö entwickelt werden. Dabei geht es unter anderem um die Entwicklung und Konsolidierung von Datenzentren. Das am 1. September 2014 gestartete Projekt wird vom Institut für Informatik koordiniert und für die kommenden vier Jahre mit insgesamt rund 3,2 Millionen Euro von der Europäischen Union (EU) gefördert.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Xiaoming Fu sollen Algorithmen entwickelt werden, die bestimmte Anwendungsanforderungen erfüllen, während gleichzeitig die Energie- und Betriebskosten des Cloud-Anbieters reduziert werden. Ein weiteres Anliegen ist die Nutzung erneuerbarer Energien für Cloud-Datenzentren. Das Projekt wird von der EU im Rahmen des Marie-Curie-Programms als "Initial Training Network" (ITN) gefördert und verfolgt neben der Forschung auch das Ziel, erstklassige junge Wissenschaftler im Bereich Cloud-Computing auszubilden. Zum Konsortium gehören die Universität Göttingen, die Universität Helsinki (Finnland), die Norwegian University of Science and Technology (Norwegen), die Tsinghua University (China), die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen, und NEC Europe Ltd. (Großbritannien), sowie die vier begleitenden Partner Alcatel-Lucent Bell Labs (Deutschland), HKUST-DT Labs (China), University of California (USA) und UNINETT AS (Norwegen).

Neben "CleanSky" werden mit "GreenICN" und "MobileCloud" zwei weitere Projekte von der EU gefördert, die von der von Prof. Fu geleiteten Forschungsgruppe für Rechnernetze koordiniert werden. Die Fördersumme beträgt insgesamt rund 5,29 Millionen Euro, wovon Göttingen etwa 1,33 Millionen Euro erhält. Die Göttinger Informatiker arbeiten hier gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie an einer optimalen Nutzung von Ressourcen, hoher Energieeffizienz bei geringem Rechenaufwand sowie niedrigen Kommunikations- und Betriebskosten.

Presseinformationen der Georg-August-Universität Göttingen


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